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Zum sechsten Mal richtet der Berliner Radsport Verband (BRV) in diesem Jahr im Rahmen der Messe „VELO Berlin“ sein „Airfield Race“ aus. Was 2018 als kleines Kriterium begann, hat sich vor allem seit dem Jahr 2022 zu einem festen Bestandteil im Berliner Wettkampfkalender entwickelt – für einige Profis, ambitionierte Amateure oder Anfänger und natürlich Kids. Mehr als 530 Meldungen liegen für die Rennen am 11./12. April schon vor. Was macht das „Airfield Race“ so besonders“? 

Eine einzigartige Location:

Das Tempelhofer Feld, „Berlins größter Freiraum“ (so die Eigenwerbung), bietet nach wie vor eine einzigartige Location. Der ehemalige Flughafen ist seit seiner Stilllegung als Park- und Freizeitfläche genutztes Gelände in Berlin. Das über 350 Hektar Feld umfasst die unbebaute Fläche zwischen dem Volkspark Hasenheide und der Ringbahn. Zum Tempelhofer Feld gehören einige ehemalige Anlagen des Flughafens, die für die „VELO Berlin“ als Ausstellungsflächen genutzt werden – und als Rennstrecke.

Vor historischer Kulisse und auf den ehemaligen Start- und Landebahnen hat das Airfield Race seit 2018 seine Heimat gefunden und bereichert den Wettkampfkalender im Berliner Radsport. Foto: Drev Kaplan

Die Strecken:

Diese Mischung aus Geschichte und Sport gibt’s so kaum woanders, denn der Rundkurs führt in weiten Teilen über die ehemaligen Start- und Landebahnen. Wo früher Flugzeuge gestartet sind, werden heute Radrennen gefahren. Kaum Höhenmeter, kaum Kurven und ein gleichmäßiger Fahrbahnbeleg bieten gute äußere Bedingungen – allerdings sind die Rennen meist sehr windanfällig. In diesem Jahr gibt es zwei Kurse. Am Samstag werden die Rundstreckenrennen auf einem ca. 6,65 Kilometer langen Rundkurs ausgefahren. Am Sonntag folgen die Kriteriums-Meisterschaften auf einem 1,5 Kilometer langen, gut einsehbaren Rundkurs in unmittelbarer Nähe zu den Hangars auf dem Flughafen-Vorfeld. Ein Flugzeug der Marke Douglas C-54 Skymaster, bekannt als „Rosinenbomber“, bietet die stilvolle Kulisse.

Die Fahrerinnen und Fahrer:

Neben Kids und absoluten Anfängern sind viele ambitionierte Rennfahrerinnen und Rennfahrer am Start. Dazu kommen einige echte Stars auf der Strecke: Bei den Männern ragt Roger Kluge aus dem Team REMBE rad-net heraus. Der Ludwigsfelder, inzwischen 40 Jahre alt, gewann bereits 2008 bei den Olympischen Spielen eine Silbermedaille im Punktefahren. Kluge gehört noch immer zu den Besten auf der Bahn, erst im Januar gewann er zum fünften Mal die Europameisterschaft im Madison und anschließend beim Weltcup in Brisbane/Australien (zusammen mit Moritz Augenstein). Bei den Frauen ragt Lena Charlotte Reißner (LKT Team) heraus. Die 25-Jährige war bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris dabei und stand schon bei Welt- und Europameisterschaften auf dem Podium.

Roger Kluge (ganz links), hier beim Airfield Race 2025, ist einer der absoluten Top-Fahrer in diesem Jahr. Foto: Drew Kaplan

Die besondere Atmosphäre & Community:

Die „VELO Berlin“ hat jedes Jahr eine besondere Atmosphäre und ist das Fahrradfestival für Alle. Neben Radrennen gibt es in diesem Jahr mehr als 200 Ausstellende und ein breites Programm von über 120 Programmpunkten auf drei Bühnen. Die neuesten Fahrrad- und Mobilitätsprodukte stellen sich vor, auf riesigen Teststrecken und einem Fun-Parcours lässt sich das perfekte Bike finden. Ergänzt wird das Programm von einem vielfältigen Bühnen- und Showprogramm sowie Talks – in diesem Jahr u.a. mit den ehemaligen deutschen Rad-Stars Tony Martin (u.a. 4 x Weltmeister im Einzelzeitfahren) und Marcel Kittel (14-facher Etappensieger Tour de France) sowie der Niederländerin Annemiek van Vleuten (Olympiasiegerin, 4 x Weltmeisterin) auf dem Podium.

Auch die Kampagne „Berlin gewinnt mit Olympia“ (www.berlin-olympiabewerbung.de) für eine Olympia-Bewerbung Berlins in den Jahren 2036, 2040 oder 2044 und die Initiative „Grand Depart Allemagne“ (www.granddepartallemagne.de)  für einen Start der Tour de France in Deutschland in den Jahren 2029 oder 2030 sind auf der Messe vor Ort und werben in der Radsport-Community für ihre Ideen.

Das Engagement vom Berliner Radsport Verband:

„Wir haben als kleines Kriterium angefangen. Seitdem haben wir unsere Veranstaltung stetig entwickelt, und die Qualität hat enorm zugenommen“, sagt Claudia Ciurea, Präsident vom Berliner Radsport Verband, der auch in diesem Jahr mit bewährten Partnern und viel ehrenamtlichen Engagement sowie dank der Unterstützung der Berliner Senatsverwaltung für Inneres und Sport zwei Tage tollen Radrennsport organisieren will. Ein Besuch des „Airfield Race“ im Rahmen der „VELO Berlin“ lohnt sich immer – ob als Teilnehmer an den mehr als 30 ausgeschriebenen Rennen, Zuschauer oder einfach als Messe-Besucher. Die „VELO Berlin“ mit ihren mehreren tausend Besuchern nutzt der BRV dabei gern, um Radsport noch bekannter zu machen und die Vielfältigekeit zu zeigen. „Das Interesse am Radsport in Berlin wächst, und das Airfield Race im Rahmen der VELO Berlin ist für uns eine perfekte  Bühne“, sagt BRV-Präsident Ciurea. Und dabei soll es bleiben.