Berlins letzter Rundstrecken-Klassiker hat wieder Berlins große Radsporttradition von seiner besten Seite gezeigt. Grund genug für einen kleinen Rückblick auf…
Steher (früher Dauerfahrer) werden Radrennfahrer genannt, die in einem dauerhaft hochgehaltenen Tempo über längere Distanzen (50 oder 100 Kilometer) auf einer Radrennbahn fahren. Steherrennen sind Bahnrennen, bei denen der Radrennfahrer (der Steher) hinter einem Motorrad im Windschatten fährt. Der Fahrer des Motorrades, Schrittmacher genannt, steht auf Fußrasten der Maschine, damit dieser einen möglichst großen Windschatten erzeugt. Die Radrennfahrer werden durch eine Abstandsrolle auf Distanz zum Motorrad gehalten. Der Radrennfahrer versucht dabei, möglichst nahe an der Rolle des vor ihm fahrenden Schrittmacher-Motorrades zu bleiben, um möglichst viel Windschatten zu erhalten. Verliert er den engen Kontakt zum Schrittmacher, so kommt der Fahrer „von der Rolle“ (daher stammt auch die Redewendung „von der Rolle sein“) Bei Steherrennen werden Geschwindigkeiten von teilweise über 100 km/h erzielt und auch über längere Abschnitte gehalten.
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